Pastors Blog "Impulse"

Impuls 27.06.2020

Trau, schau, wem! Oder: Schenke niemandem leichtfertig Vertrauen!

Ein Bibeltext (der nicht leicht über die Lippen geht) – trotzdem wieder die drei Fragen

 

1.Johannes 2, 18 Meine Kinder, die letzte Stunde ist da! Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommen wird, und er ist schon da: Viele »Antichristen« sind aufgetreten, und daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.

19 Sie waren früher mit uns zusammen; aber sie gehörten nicht wirklich zu uns, sonst wären sie bei uns geblieben. Sie haben sich von uns getrennt, damit sie allesamt bloßgestellt würden als solche, die nie zu uns gehört haben.

1. Was erfahren wir über Gott?

Gott teilt mit, dass eines Tages der Antichrist kommen wird.

Anmerkung ‚Antichrist‘: Eine Gestalt, in der die Macht des Bösen und der Gottfeindlichkeit in der Endzeit auftritt, vor dem endgültigen Sieg Gottes und seines gesalbten Königs Christus. Er versucht die Menschen zu verführen. In den Briefen des Johannes  wird gesagt, dass in den Irrlehrern bereits viele kleine ‚Antichristen‘ erschienen sind (Gute Nachricht Bibel, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft, Neues Testament, S. 351).

2. Was erfahren wir über Menschen?

Es gibt einzelne, nur wenige, aber wirklich richtig böse Menschen. Sie stammen aus der Mitte der Menschen. Sie stammen sogar aus der christlichen Gemeinde heraus. Ihre Gottfeindlichkeit zeigt sich nicht zwangsläufig in einem unreligiösem Leben. Genau das Gegenteil kann der Fall sein. Diese wenigen Menschen verführen andere, ziehen sie in ihren Bann. In der Gemeinde von Christus finden diese Menschen und ihre Lehren auf Dauer keinen Platz.

Anmerkung: Gottlosigkeit zeigt sich nicht allein in unreligiösem Reden oder atheistischen Bekenntnissen, sondern vor allem in allen menschlichen Spielarten von Verachtung, Verfolgung, Unterdrückung, Benachteiligung, Diskriminierung irgendwelcher Menschen oder Menschengruppen, die nicht ins ‚System‘ passen.

3. Was nehme ich mit? / Wofür bin ich dankbar?

Es fällt mir schwer, in unserer Welt den Durchblick zu behalten. Auf der einen Seite zur globalen und umfassendem Menschenliebe beauftragt. Dabei andere Menschen zu gewinnen, das Gute Gottes zu verstehen, anzunehmen und zu allen Menschen zu bringen.

Auf der anderen Seite die Menschen, die genau das Gegenteil mit Macht und Irrsinn beabsichtigen; Menschen bedrücken, ausgrenzen, ausbeuten zu ihrem eigenen Nutzen und nach ihrer Ideologie. Ich denke, diese Leute kenne ich nur aus den Medien, nicht aus meinem persönlichen Erleben. Oder doch?

Viele meiner Mitmenschen stehen (wie ich selbst) in diesem Spannungsfeld. Auf welche Seite werden wir gezogen? Wer kann schon wirklich erkennen, wo und von wem wir an den unterschiedlichen Stellen manipuliert und verführt werden. Und wer beeinflusst Menschen unter uns zum ‚Bösen‘? Ich liebe die Begriffe ‚gut‘ und ‚böse‘ eigentlich nicht, aber hier scheinen sie irgendwie angebracht.

Dankbar in diesem Text? Wofür? Vielleicht das: Wenn ich bei Christus bleibe, müssen Unterschiede sichtbar werden. ‚Letzte Stunde‘, ‚Endzeit‘ habe ich mir nicht herbeigesehnt… Aber ich spüre sie…     

Uwe Klüter

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