Pastors Blog "Impulse"

Impuls 16.06.2020

Leute lieben, die man sich nicht ausgesucht hat und mit denen man nicht verwandt ist???

Wie bekannt: Ein Bibeltext. Drei Fragen. Heute der zweite Teil des Abschnitts (Verse 9 bis 11).

 

1.Johannes 2,(7 Ihr Lieben, was ich euch schreibe, ist kein neues Gebot, sondern das alte, das ihr von Anfang an kennt. Es ist die Botschaft, die ihr gehört habt.

8 Und doch ist es ein stets neues Gebot – so wie Christus es verkündet und selbst erfüllt hat und wie er es euch gegeben und euch zu seiner Erfüllung befähigt hat. Denn die Dunkelheit weicht zurück und das wahre Licht leuchtet schon.)

9 Wer behauptet, im Licht zu leben, aber seinen Bruder oder seine Schwester nicht liebt, ist immer noch im Dunkeln.

10 Nur wer seine Glaubensgeschwister liebt, lebt wirklich im Licht. Und im Licht gibt es nichts, wodurch jemand zu Fall kommen könnte.

11 Wer aber seinen Bruder oder seine Schwester nicht liebt, lebt in der Dunkelheit. Ein solcher Mensch tappt im Dunkeln und weiß nicht, wo sein Weg endet; denn die Dunkelheit hat ihn blind gemacht.

Was erfahren wir über Gott?

In den heutigen Versen erfahren wir nichts Neues über Gott. Daher gilt weiterhin, was uns die Verse 6 und 7 gelehrt hatten: Die Anweisung Gottes ist nicht neu, sondern so alt, wie Menschen denken können und miteinander leben. Mit Jesus Christus, als seinem Sohn, hat Gott es neu in die Welt gebracht. Jesus hat es verkündet und perfekt in allen Bereichen gelebt (= erfüllt). Und er hat damit auch die Menschen zur Erfüllung ihrerseits befähigt. Die Anweisung (in den Folgeversen angedeutet) lautet: Liebt einander. (aus dem Impuls vom 13.06.)

Was erfahren wir über Menschen?

Besonders gottgläubige Mensch scheinen mitunter darunter zu leiden, dass sie Dinge über ihren Glauben behaupten können, die gar nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen. „Ich lebe mit Gott, bin mit ihm im Reinen“ (oder so ähnlich), was so viel bedeuten soll wie „Ich lebe im Licht!“. Das stimmt aber gar nicht, wenn man seine ‚Glaubensgeschwister‘ nicht liebt. Das ist Dunkelheit.

Konkret: Wer in der Einander-Liebe lebt, tut nichts, wodurch der / die Andere zu Fall kommt. Eigentlich logisch: Selbst in der Dunkelheit unterwegs zu sein, macht ‚blind‘; wie man sich selbst betrachtet, darstellt… Ein gefährlicher ‚blinder Fleck‘, ein Leiden, das auch den eigenen Weg ziellos enden lässt.

Was nehme ich mit? / Wofür bin ich dankbar?

Gott, manchmal ist es anstrengend, dass du nicht einfach nach ‚guten Worten‘ fragst und dich damit zufrieden gibst, sondern dich für meine Lebenspraxis interessierst.

Das mit den Glaubensgeschwistern ist auch so eine Sache. Bei meiner Familie verbinden uns Bande, Blut und Gene, die gemeinsame Geschichte. Meine Freunde suche ich mir aus, weil sie mir passen und ich sie auch mag. Um Leute, die ich blöd finde, kann ich einen großen Bogen machen. Aber die Glaubensgeschwister habe ich mir nicht ausgesucht, sondern du. Auch das ist manchmal anstrengend.

Aber ich freue mich, Gott, dass du offensichtlich der Meinung bist, dass wir gemeinsam mit dir lernen können. Ich möchte neu denken lernen: Uns verbindet das Blut und Leben Christi und du hast mit ihnen eine Geschichte, so wie mit mir. Wir sind deine ‚Bande‘. Und die webst Du kaum vorstellbar zusammen.

Mein lieber Gott und Vater, was habe ich für blinde Flecken, nicht allein im Auge. Danke, dass Du daran arbeitest und meinem Weg, gemeinsam mit meinen ‚Schwestern und Brüdern‘, ein gutes Ziel gibst.

Uwe Klüter

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