Pastors Blog "Impulse"

Impuls 23.05.2020

Wie stellst Du Dir Gott vor?

A) Wie einen Sturm, B) Wie ein Erdbeben, C) Wie ein Feuer oder D) Wie das Säuseln eines Windhauchs

Ich erzähle noch einmal von Elia. Ein Typ, der, wenn man seine Erlebnisse liest, als sehr selbstbewusster, gradliniger und risikobereiter Mann der Tat mit klaren Ansagen rüberkommt. Vielleicht würden manche ihn heutzutage als ‚Macher‘ bezeichnen. Aber auch in seiner Erfahrung gab es Situationen und Menschen, die ihm nicht machbar, eine Nummer zu groß erschienen.

 

Gestern berichtete ich davon, als er keinen Mut mehr zum Leben hatte. Und vom Erlebnis seiner Begegnung mit Gott: Ein Engel, ein Picknick, der Ruf, aufzuwachen, zu essen und weiter zu gehen.

So überirdisch göttlich gestärkt, bekam Elia sozusagen ‚7Meilenstiefel‘. Nach langer Zeit (er konnte 40! Tage und Nächte am Stück unterwegs sein) kam er an einen Berg, fand eine Höhle zum Übernachten. Gott fragte ihn: „Was tust Du hier, Elia?“ Elia klagte Gott seine vermeintliche Niederlage trotz seines großen, aber erfolglosen Eifers und Tuns.

Dann rief Gott ihn aus der Höhle heraus, um sich ihm zu zeigen. Zuerst kam A) ein Sturm, dann B) ein Erdbeben, dann C) ein Feuer und schließlich D) der leise säuselnde Windhauch. Worin war Gott?

Elia hätte sich womöglich gewünscht, Gott wäre in A, B, oder C gewesen. Mit einer dieser Superkräfte könnte er seinen mächtigen Gegnern gewiss und locker entgegentreten. Zu seiner Ernüchterung erlebte Elia Antwort D als die richtige. Das machte ihn nicht wirklich glücklich. Er blieb in seiner ‚Depression‘. Vielleicht würde ein Fachmann heute ‚Burnout‘ diagnostizieren. Aber da habe ich keine Ahnung!

Worüber ich etwas sagen kann, wenn ich in der Bibel weiterlese: Eigentlich sind alle Antworten (A, B, C und D) richtig. Gott begegnet Elia später auch noch durch Sturm und durch Feuer. Aber eben nicht hier! Warum? Auch dazu mag ich mich nicht abschließend äußern. Gott erscheint einfach souverän und macht, wie er es will. Das kann ich bedauern, dass Gott sich nicht so zeigt, wie ich mir das wünsche. Jedoch, meine Erfahrung mit Gott im eigenen Leben und beim Lesen der Bibel: Gott zeigt sich immer so, wie es hilfreich ist und der Situation dient. Und damit auch mir.

Ich möchte mich auf Gott einstellen! Und Vertrauen lernen! Entscheide mich, dass ich es Gott überlasse, wie er sich zeigt. Auch wenn mal nichts Großes passiert. Er ist da, sogar im leisen Säuseln. Wichtig soll mir nicht mehr sein, dass gewaltige Dinge passieren, sondern dass ER gegenwärtig ist. Gott bringt mir so immer Neues über ihn bei. Wunderbar. Das macht mir wieder Mut und entlastet mich…

Uwe Klüter  

(Begebenheit nachzulesen in der Bibel, 1. Buch der Könige, Kapitel 19)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.