Pastors Blog "Impulse"

Impuls 20.05.2020

Leben mit unterschiedlichen persönlichen Überzeugungen

Ich erlebe unsere Zeit im Moment als wirklich kritisch. Also, was die unterschiedlichen Überzeugungen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger angeht. Z.B. anlässlich der Maßnahmen und Lockerungen durch einzelne Landesregierungen. Wer soll sich da noch auskennen: ‚Warum darf man dort dieses und bei uns ist das anders? Und überhaupt, war das alles bisher richtig?‘ Gute Fragen, finde ich!

Wie erlebst Du das? Wie schätzt Du es ein? Da kann man ganz schön durcheinander kommen oder sogar irre werden… Ich hoffe sehr, wir bleiben trotz aller Unterschiedlichkeit (nicht nur in diesen Dingen) irgendwie beieinander. Schaffen wir das?

 

Über ganz andere Dinge gerieten die Menschen bei Jesus aneinander und durcheinander. Jesus erzählte den Leuten zum Teil Sachverhalte, die sie abstrus und unrealistisch fanden. Selbst Sympathisanten von Jesus wandten von ihm ab, zumindest zeitweise.

Da fragte Jesus seinen engsten Freundeskreis (zwölf Jünger), ob sie ihn auch verlassen wollten. Einer, der sich immer gern zum Sprecher für alle machte, war Petrus. Der antwortete: „Herr, zu wem sonst sollten wir gehen? Deine Worte bringen das ewige Leben. Wir glauben und wissen, dass du der bist, in dem Gott uns begegnet.“  (Johannesevangelium, Kapitel 6, Verse 66-69)

Wichtig erscheint mir hier: Petrus verstand auch beim besten Willen nicht alles, was sein Meister so von sich gab. Aber er hatte Vertrauen zu Jesus gewonnen: ‚Wir glauben und wissen…‘

Der Vorteil, den Jesus-Leute haben, liegt für mich da auf der Hand. Sie dürfen bei Jesus bleiben. In ihm begegnet ihnen Gott. Gott, der höher steht, als alle Fragen, Unverständlichkeiten und Missverständnisse. Dass das trägt und hält, haben sie erfahren, geglaubt und wissen es. Tatsächlich mag es so gelingen, dass Menschen dann trotzdem zusammenbleiben. Leute, die sich gemeinsam auf einen Weg des Lebens gestellt wissen. Ein Weg, der über den menschlichen Differenzen steht. Weil es der Weg der Ewigkeit, des ewigen Lebens ist.

Das erscheint mir ein Vorrecht und eine Verpflichtung zu sein. Und mehr! Auch ein Pfund, mit dem wir wuchern dürfen. Wir bleiben zusammen! Als Christen, aber auch mit und in einer Gesellschaft, die drohen kann, auseinanderzulaufen.

Wir dürfen, dank Jesus, Vertrauen investieren in IHN. Wir dürfen weiter denken, auch über Krisen und anspannende Zeiten hinaus. Wir können Menschen, die sich oder andere nicht mehr leiden können, lieben und ihnen dienen. Und hoffen, dass wir alle einen Weg weiter finden. Und wir brauchen auch keine Antworten zu haben zu Dingen, die wir auch nicht verstehen.

Ich bin überzeugt, dass alle, die sich darauf einlassen, erfahren dürfen (dann auch ‚glauben und wissen‘), dass uns darin Gott begegnet. Danach habe ich Sehnsucht. Vielleicht Du auch?

Uwe Klüter   

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