Pastors Blog "Impulse"

Impuls 17.05.2020

Wenn der Vater mit dem Sohne…

In den zurückliegenden Tagen erlebte ich manches Mal, wie Väter und Söhne Billard, Tischtennis oder Basketball spielten. Vater- und Sohn-Zeiten! Wer selbst Vater oder Sohn ist, weiß, dass nicht immer alles so harmonisch abgeht, wie in dem Klassiker mit Heinz Rühmann à la ‚La le lu – nur der Mann im Mond schaut zu‘.

Von einem Vater in der Bibel, David, wird berichtet, wie jener massive Probleme mit seinem erwachsenen Sohn Absalom hatte. Dabei spielten Familienkonstellation und Berufsleben eine Rolle: Der Vater war König Israels. Sein Sohn wäre das auch gerne rascher geworden, als die biologische Lebensuhr des Vaters das unter normalen Umständen ermöglichte. Wohl auch aus Machtstreben, Ehrgeiz und mit Einfluss zettelte Absalom eine Verschwörung gegen den Vater an und riss den Thron an sich…

 

David musste vor seinem Sohn in die Wüste fliehen. Weg aus der Hauptstadt, von seinem ehemaligen Königsstuhl. Auch weg von dem Ort, an dem er normalerweise die Gegenwart Gottes suchte.

Eines seiner zahlreichen Lieder (Psalm 63) dichtete der Entmachtete in der Wüste Juda. Mitten in seinem ausweglos erscheinenden Dilemma. Lieder zu komponieren und zu singen war ihm ein wohlvertrautes Mittel, seine Gefühle und Gedanken zu sortieren. Und stellte fest, dass auch dort Gott ihm seine Nähe zeigte. Auf dem Hintergrund der massiven Krise mit seinem Sohn und den Erschütterungen seiner beruflichen und familiären Existenz.

Ein paar Zeilen aus dem Liedtext:

„Gott! Du bist mein Gott, dich suche ich! Ich sehne mich nach dir mit Leib und Seele; ich dürste nach dir wie ausgedorrtes, wasserloses Land.

Deine Liebe bedeutet mir mehr als das Leben, darum will ich dich preisen.

Du machst mich satt und glücklich wie bei einem Festmahl.

Der König finde seine Freude bei Gott!“

Ich wünsche Dir, dass Du in Harmonie und Versöhnung deine Beziehungen leben und genießen kannst. Besonders, wenn Du eine Familie hast. Das ist ein Vorrecht und nicht jeder hat das. Vielleicht läuft da aber auch bei Dir nicht alles glatt. Oder Du erlebst andere eingefahrene Lebenssituationen, massive Krisen und Erschütterungen Deiner Existenz. Und hast Deine Sehnsüchte…

Auch, wenn Du kein begnadeter Musiker bist… selbst in den Wüsten unseres Lebens ist Gott da. Er begegnet uns auch dort. Du darfst Dir seiner Nähe gewiss sein!!! Und hier bekommen wir etwas geschenkt, das mehr wiegt als das Leben. Gott tröstet in schweren Zeiten: Er geht mit uns dadurch. Er hilft uns, den Kopf über Wasser zu halten, auch wenn es in oder um uns tobt. Wie es weiter geht, weiß Gott. Wahrscheinlich er allein. Aber dass der König seine Freude bei Gott (wieder) findet, das ist sehr stark.

Ein kleiner Tipp für die eher Unmusikalischen unter uns: Du kannst den Liedtext nachlesen und in manchen Passagen zu Deinem eigenen Song machen.

Ich fühle mich bei Gott tatsächlich wie ein König. Und ich bin es im gewissen Sinn. Übrigens: Du auch! An alle Frauen, Mütter oder Töchter unter uns: „Du Königin!“

Uwe Klüter 

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