Pastors Blog "Impulse"

Impuls 12.05.2020

Die wichtigste Nebensache der Welt, was ist das eigentlich? Und was ist dann die Hauptsache?

Manchmal sagt man, Fußball sei die wichtigste Nebensache der Welt. Und auf Nebensachen könnte man auch im Notfall verzichten. Andere erinnern, dass daran auch Arbeitsplätze und menschliche Existenzen hingen. Das sei doch auch wichtig. Zurzeit müssen eine ganze Reihe von Menschen aus den verschiedensten Berufssparten mit ansehen, dass ihre Existenz gefährdet ist. Ist ihre berufliche und private, familiäre Sicherheit und das damit verbundene Wirtschaftssystem etwa auch nur eine Nebensache? Wird der Bankrott billigend in Kauf genommen, weil das wirklich Wichtige doch das Leben an sich und die Gesundheit (auch der „Risikogruppen“) ist? Das sei die Hauptsache. Hauptsache gesund! Und was ist, wenn das Überleben auch gar nicht immer so einfach zu retten ist?

 

Gestern zitierte ich Paulus Situationsanalyse mit dem Bild der Sportler: „Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich.“ (1. Korinther 9,25). Wir müssen gerade feststellen, dass diese Beobachtung sich fast 1 zu 1 auf unser Leben im Jahr 2020 übertragen lässt. Paulus: „Sie (und wir) tun es für einen Siegeskranz, der vergeht.“

Ich fürchte, es klingt unbeliebt, wenn ich jetzt schreibe: Sport, Arbeitsplätze, Wirtschaft, Gesundheit, usw. sind alles Dinge, die uns zwar viel bedeuten mögen! Aber sie sind vergänglich. Sie sind Nebensachen! Ich spüre schon beim Schreiben leisen Widerstand, selbst in mir. Aber, was hilft es, wenn es doch stimmen sollte? Nichts von dem, was wir hier als wertvoll ausmachen und schätzen, wofür wir kämpfen und unser Leben dranhängen, ist die Hauptsache! 

Paulus weiter: „Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist.“ Das Leben hier ist nicht alles. Die einzige Hauptsache ist das Leben in der Gegenwart Gottes, durch Jesus Christus! Jesus Christus ist der einzige Retter, der lebt. Er ist unvergänglich, unzerstörbar. Er hat den Tod besiegt. Er bringt uns das Leben in seiner ganzen Fülle, dass reicher ist, als es alle Nebensachen der Welt zusammengenommen jemals sein können. Jesu Leben strömt in uns hinein mit Freude und Frieden. Mit Gelassenheit und vielem mehr, was unvergänglich ist. Und es geht eben nicht nur um das Leben hier, sondern um das vollkommene in Gottes Herrlichkeit, wenn unsere letzte, vermeintliche „Hauptsache“ zerbricht und vergeht.

Das sollten m.E. wir nicht erst ins Auge fassen, wenn es passiert oder zu spät ist. Sondern schon hier unser Leben so darauf einstellen! Damit wir es lernen, aus dieser Perspektive die Nebensachen einzuordnen, einzuschätzen und damit mündig und verantwortlich umgehen zu können. Das ist kein Selbstgänger, fällt uns auch nicht nachts im Traum zu. Es ist auch ‚harte Arbeit‘. Erfordert Bescheidenheit und vor allem die Gabe, ‚Macht über sich SELBST zu haben‘, also Selbstdisziplin.

Paulus beschreibt sein Leben im folgenden Vers. Er bleibt bei Bildern des Sports. „Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will. Darum kämpfe ich wie ein Faustkämpfer, der nicht danebenschlägt. Ich treffe mit meinen Schlägen den eigenen Körper, so dass ich ihn ganz in die Gewalt bekomme. Ich will nicht anderen predigen und selbst versagen.“

Damit die Nebensachen nicht zur Hauptsachen werden. Hauptsache Jesus Christus.

Uwe Klüter    

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